| Die Technik | ||
| Business
TV Via SatellitDie fernsehtechnische Produktion unterscheidet sich beim
Business TV kaum von den Produktionen bekannter Fernsehveranstalter. Sie kann an jedem
beliebigen Ort durchgeführt werden: im firmeneigenen Studio oder Mietstudio. Auch
Sendungen aus mobilen Außenstudios oder Konferenzsälen, aus Büro oder einer Werkhalle
können problemlos realisiert werden.
Durch die Verwendung des Kommunikationsmediums "Satellit" sowie durch den Einsatz nicht nur stationärer Technik, sondern auch mobiler Satellitensendeanlagen mit integrierter Produktionstechnik, werden Sendungen "von der grünen Wiese" ermöglicht. Die produzierten Video- und Audiosignale werden von einer mobilen oder stationären Satellitensendestation (Uplink) zu einem Kommunikationssatelliten übertragen, der die Signale zurück zur Erde reflektiert, wo sie von jeder Empfangsstation im Sendebereich des Satellitens (Downlink) empfangen werden können, die dazu autorisiert ist. Die Downlinks bestehen aus kleinen, handelsüblichen Parabolantennen mit einem Durchmesser von 0.8m bis 1,5m und Set-Top-Boxen. Im Gegensatz zur klassischen Punkt-zu-Punkt-Videokonferenz handelt es sich bei Business TV in der Regel um eine eindirektionale Bild- und Tonübertragung vom Entstehungsort des Programms zu beliebig vielen Empfangsstationen (Punkt-zu-Multipunkt). Business TV-Netze haben demzufolge meist eine sternförmige Konfiguration. Über Audiorückkanäle sind die Zuschauer in der Lage, mit den Teilnehmern am Sendeort zu kommunizieren und können so in das Programm eingreifen. Aufgrund der Sensibilität der zu übermittelnden Informationen werden die meisten Business TV-Programme mit Hilfe des 3x56-DES-Verfahrens mit DVB-Technik verschlüsselt gesendet. Die Visualisierung der empfangenen Signale erfolgt auf Monitoren beziehungsweise herkömmlichen TV-Geräten, über Großbildprojektoren oder auf Multimedia-PC direkt am Arbeitsplatz. Die Qualität der empfangenen Bilder unterscheidet sich dabei dramatisch von derjenigen, die beispielsweise bei herkömmlicher Videokonferenz via ISDN erzielt werden kann. So entfallen die sogenannten Unterwassereffekte (Bildverwischungen), die aufgrund der geringen ISDN-Übertragungsraten (2x64kbit/s) und der daraus resultierenden geringen Bewegungsauflösung entsteht. Business TV via Satellit arbeitet mit einem MPEG-2-Video Datenstrom von 1,5 bis 5 Megabit und erzielt somit Broadcast-Qualität. Der Einsatz des Satelliten als Träger von Business TV bietet viele entscheidende Vorteile. Der Satellit hat sich als das flexibelste aller Kommunikationsmedien erwiesen. Die Satellitentechnik gestattet es Unternehmen, Kommunikationsnetze unabhängig von nationalen Telekommunikationsgesellschaften zügig und planungssicher aufzubauen, ohne darauf warten zu müssen, daß Kabelschächte ausgehoben und Leitungen verlegt werden(Johnson(1993)). Gerade in strukturschwachen Gebieten wie Osteuropa ist der Satellit ein ideales - und oft das einzige - Mittel, um Informations- und Kommunikationsdefizite zu überwinden. neben der reinen Satellitenübertragung werden aber auch Verbundlösungen unter Verwendung terrestrischem Richtfunk oder optischen Verteilern realisiert, wenn sich dadurch Vorteile hinsichtlich der Kosten und Bereitstellungszeit ergeben.
Ein interaktiver Ausbau des oben
genannten Business TV Konzeptes kann jederzeit durch die Einbeziehung der unten
angeführten Rückkanäle ermöglicht werden: |